Interreg Projekt "Grenzenlos pflegen und betreuen"


Ausgangslage:
Die bayerische Gemeinde Balderschwang liegt in einem Hochtal, unweit der österreichischen Grenze zum Bregenzerwald in Vorarlberg. Ältere und behinderte Menschen, die einer Pflege oder Betreuung bedürfen, sind in solch einem ländlichen Raum oft nicht einfach zu versorgen. Allein der Anfahrtsweg über den Reidbergpass ist für keinen ambulanten Pflegedienst lukrativ, denn Zusatzvergütungen gibt es für den langen Anfahrtsweg keine. Über der Grenze liegt die Nachbargemeinde Hittisau, die mit dem Sozialsprengel Bregenzerwald eine Umsorgen anbieten könnte. Doch das deutsche Krankenkassensystem scheint keine Möglichkeit für eine grenzüberschreitende Kooperation zu bieten.


Projektziele:
Die beiden benachbarten Gemeinden möchten wissen, welche Lösungen andere Grenzregionen zu diesen Thema haben: Welche Voraussetzungen müssen rechtlich, administrativ, betriebswirtschaftlich vorhanden sein, damit grenzüberschreitende Regelversorgung im medizinisch-pflegerischen Bereich greifen kann? Welche Maßnahmen müssen ergreifen werden, um die beiden Versorgungssysteme kompatibel zu machen? Antworten auf dies und weiter Fragen soll ein Handlungskonzept geben, das von einer Organisation erstell wird die fachlich im Bereich Pflege und Gesundheit visiert ist.


Was ist der grenzüberschreitende Mehrwert des Projekts?
Viele Grenzregionen leiden darunter, dass medizinische und pflegerische Leistungen bei Grenzübertritt nur im Notfall erbracht werden dürfen, nicht jedoch in der Regelversorgung. Eine gründliche Recherche soll Wege aufzeigen, diese Regelversorgung grenzüberschreitend möglich zu machen. Beide Gemeinden haben ein starkes Interesse, ihr Wissen um die grenzübergreifende Kooperation bei Pflege und Betreuung zu erweitern und für die Bürgerinnen und Bürger, gleich welcher Nationalität, sinnvoll anzuwenden.

Gemeinde Balderschwang

Gemeinde Hittisau


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